Ortshauptversammlung 4. März 2018

Natürlich war das Abstimmungsergebnis der SPD „pro Groko“ auch Thema der Ortshauptversammlung der Nagler CSU am Abend. Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender Martin Schöffel sah es als Verdienst des Vorsitzenden Seehofer, der persönlich nach Berlin geht, dass die CSU das mit zusätzlichen Kompetenzen ausgestattete wichtige Innenministerium erhalten hat. Gerade die innere Sicherheit ist ein wichtiges Thema für die CSU. Im Koalitionsvertrag wurde auch die soziale Absicherung langjähriger Beitragszahler mit einer Mindestrente, die 10 % über der Grundsicherung liegt, verbessert. Der Soli wird im Laufe der Legislatur zu 90 % abgeschafft. Die Probleme nach der Einwanderungswelle 2015 sind noch nicht behoben. Gerade ältere Menschen und Alleinerziehende mit geringem Einkommen haben häufig das Gefühl, dass Zuwanderer bevorzugt behandelt werden. Hier muss durch entsprechende Unterstützung das Gerechtigkeitsempfinden gestärkt oder wieder hergestellt werden. Auf die HGÜ-Trasse angesprochen führte Martin Schöffel aus, dass er zusammen mit Landrat Karl Döhler bei der Firma Tennet sich für die Verlegung der Kabel in den Seitenstreifen der Autobahnen einsetze. Angesichts der Standorte der erneuerbaren Energieerzeugung wird es nach der Abschaltung der Atomkraftwerke für die Versorgungssicherheit nicht ganz ohne neue Leitungen gehen, wobei auch die Zahl dieser Trassen noch nicht feststehe.

Landtagsabgeordneter Ludwig Freiherr von Lerchenfeld hob die gute Zusammenarbeit im großen Stimmkreis Wunsiedel-Kulmbach (mit Teilen des Landkreises Bayreuth) hervor. Der designierte Ministerpräsident ist ein Hoffnungsträger für die weitere Entwicklung in Bayern. Als Finanzminister hat er für Nordbayern und besonders unseren Landkreis bereits vieles auf den Weg gebracht. Wichtige Themen seines 10-Punkte-Planes seien Bildung, Umwelt und innere Sicherheit. Bayern ist das sicherste Bundesland. Die zunächst umstrittene „Polizeiinspektion Fahndung“ in Selb erzielt mit zivilen Kräften mehr Fahndungserfolge, auch wenn die uniformierte Präsenz geringer zu sein scheint.

Bürgermeister Theo Bauer nannte eine ganze Reihe von Projekten, die mit hoher Förderung in Vorbereitung oder Planung sind. Dazu gehören das Gemeindezentrum mit dem notwendigen Anbau für die Feuerwehr, die Erneuerung der Heizungsanlage, die Umstellung auf LED-Beleuchtung und Barrierefreiheit  in der Schule, die Nutzung verschiedener von der Gemeinde erworbener Gebäude für Tourismus und Bauhof, die weitere Quellsanierung, Neubau der Kohlschlagbrücke, Ausbau des Steinlohweges und der der Straße „Am Berg“ im Rahmen der Dorferneuerung Reichenbach, Bau des Radweges von Tröstau bis zum Ortsschild „Wurmloh“ mit Querungshilfe sowie Dorferneuerung Mühlbühl-Wurmloh.

Ortsvorsitzender Hans Schindler berichtete in seinem Rückblick über vielfältige Aktivitäten. Insbesondere vor den Wahlen zum Deutschen Bundestag hatten die Nagler Bürger Gelegenheit, ihren Kandidaten bei Veranstaltungen vor Ort zu treffen und anzusprechen. Auch wenn man sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen konnte, ist Nagel weiter CSU-Hochburg im Landkreis Wunsiedel und in Hochfranken. Die Tagesfahrt nach Coburg bei wieder herrlichem Wetter war gut besucht und sehr informativ. In diesem Jahr führt die Fahrt am 25.08. unter anderem nach Franzensbad und Ellbogen. An der Anschaffung eines Defibrillators durch die Gemeinde beteiligt sich die Junge Union mit einer Spende von 600 Euro. Weiter will die Junge Union eine Bank in Gedenken an den langjährigen Ortsvorsitzenden Markus Daubner anschaffen. Die sichtbaren Erfolge des Einsatzes der CSU-Mandatsträger und der Politik der CSU in Bayern sollten selbstbewusst in der politischen Auseinandersetzung präsentiert werden, forderte Schindler die Mitglieder am Ende der Versammlung auf.

Die neu gewählten Delegierten in die Kreisvertreterversammlung zur Europawahl mit MdL Ludwig Freiherr von Lerchenfeld (2.von links): 2. Bürgermeister Helmut Voit, Ortsvorsitzender Hans Schindler und Bürgermeister Theo Bauer.