CSU-Tagesfahrt nach Kulmbach

Sehr viele interessante Informationen wurden den Teilnehmern der CSU-Tagesfahrt in das Bayerische Bäckereimuseum und das Bayerische Brauereimuseum in den Gebäuden der „Kulmbacher Mönchshof“ geboten.
Bereits im Märchen heißt es: „Heute back' ich, morgen brau' ich“ – und unsere Führer konnten uns mit viel Engagement, Detailwissen und unterhaltsamen Histörchen und Anekdoten vieles um die Geschichte und die Herstellung dieser Grundnahrungsmittel anschaulich machen. Voraussetzung für beide sind viele Arbeitsprozesse und im Laufe der Jahrtausende ausgeklügelte Verfahren – doch entscheidend für das Gelingen ist beim Backen und beim Brauen die Hefe.
Ein altes ländliches Backhäuschen bildet den Auftakt zu einem beeindruckenden Rundgang durch die Welt  des Bäckerhandwerks. Am Anfang steht das Korn - und damit der Bauer, der säht und erntet, mit allen Abhängigkeiten von Natur und Wetter. Auch die Arbeit des Mahlens war früher ein hartes Brot. In der früheren Bäckerei gab es neben Brot und Gebäck auch das Notwendigste für den täglichen Bedarf. Noch in den 60er Jahren waren das Essen und die Mahlzeiten stark vom Brot geprägt. Wer Hunger hatte, aß ein Brot. Die Auswahl von heute war undenkbar. Überfluss und Mangel prägen unsere Zeit. Etwa 800 Millionen Menschen leiden unter Hunger – und auf der anderen Seite wird Getreide zur Energieerzeugung genutzt. Zum Abschluss der Führung durch den Bäckerei-Experten konnten wir noch ein Stück herzhaftes Museumsbrot probieren.
Nach dem Mittagessen im überdachten Biergarten des „Mönchshof Brauhaus“ widmeten wir uns der Geschichte des Gerstensaftes, angefangen von den Sumerern bis zum modernen Bierbrauen unserer Zeit. Unsere Führerin schilderte uns in kurzweiliger Weise die Brautechnik verschiedener Epochen und Regionen. Natürlich wurden im größten Brauereimuseum Europas die verschiedenen Rohstoffe (insbesondere Hopfen, Gerste, Brauwasser aus dem Fichtelgebirge) und ihre Verarbeitung sowie die typischen Maschinen und Gerätschaften präsentiert. Auch Berufe und Arbeitsgänge rund ums Brauen waren ein Thema: die arbeitsintensive Mälzerei, das Büttnerhandwerk, das Faßpichen und –eichen, das Eissägen und –lagern, die Bierkutscher etc. Weitere Exponate sind Bierkrüge, Bierfilze,  Plakate und alles was rund ums Bier interessiert. Nach so viel Information über Bier- und Braukunst konnte man zum Stillen des akuten Durstes auch das frisch gebraute Museumsbier probieren. Manche wagten sich zum Abschluss auch an den „Bierkennertest“, dessen erfolgreiches Bestehen durch eine Urkunde bescheinigt wurde: Der Absolvent „ist ab sofort berechtigt, bei Biertischgesprächen das Wort zu führen und lauthals sein Fachwissen zu behaupten“.
Nach einer gemütlichen Kaffeepause auf der Terrasse der Frankenfarm brachte uns der Chauffeur der Fa. Gründl wieder gut zurück nach Nagel.